Die Schlacht bei Parma am 29.6.1734

Sie war eine der Schlachten, die im sogenannten "Polnischen Thronfolgerkrieg" geschlagen wurde. Stanislaus Leszczynski, der Thronprätendent der polnischen Magnaten, wurde von Habsburg und Russland nicht anerkannt und aus Polen vertrieben. Da er Schwiegervater des franz. König Ludwig XV. war, ergriff dieser die Gelegenheit, stellte sich hinter die Interessen Leszczynskis und es kam zum Krieg.

Die kaiserliche Armee stand mit 37.000 Mann in Norditalien den verbündeten Franzosen und Piemontesen, die vom franz. Marschall Francois de Franquetot, Duc de Coigny geführt wurden und ca. 53.000 Mann stark waren, gegenüber.
An die Spitze der kaiserlichen Armee wurde 1733 FM Florimund Claudius Graf Mercy berufen. Er war damals 68 Jahre alt, aber noch immer ein Draufgänger und alter Haudegen, was er in vielen Schlachten bewiesen hatte. In den Jahren 1717 - 1733 war er - mit kurzer Unterbrechung - kommandierender General im Banat.

Die folgende Schilderung wurde nach der Schlachtrelation des Prinzen Ludwig v. Württemberg, geschrieben am 1.7.1734 in Chadragolo (Chiarugolo oder Cavriago??), verfasst. (Kriegsarchiv Wien, Alte Feldakten - Italien, Kt.431). Ergänzt ist sie durch Auszüge einiger Regimentsgeschichten der beteiligten Regimenter.

Die kaiserliche Armee war am 25.6.1734 in die Nähe von Parma marschiert und mit dem rechten Flügel in Richtung St. Lazaro, 1,5 Meilen (ca. 11 Km) weit von Parma Lager bezogen um - wenn der Fluß Parma überschritten werden könnte - ihn anschließend rechts zu passieren. Falls dies nicht möglich wäre, wollte man - gestützt auf Aussagen der Landesbewohner - um die Stadt ziehen und den Fluß vor der Stadt überschreiten, um an den Feind zu kommen.
In der Nacht erschien FM Mercy, der nach einem Schlaganfall kaum genesen war, bei den Generälen und erklärte, dass er noch diese Nacht marschieren wolle und den Feind hinter Parma bei St. Leonardo im Morgengrauen anzugreifen gedenke.
Der FZM Prinz v. Württemberg wandte ein, dass allen Informationen nach solch ein Weg nicht möglich sein dürfte und schlug vor, dass der Seckendorf`sche Obrist Graf Formentini und der Mercy`sche Obrist Vassy (Vasij oder Vahy??) die Gegend rekognoszieren sollten. Ihrer Meldung nach waren alle Wege unbrauchbar und die Armee allenfalls in einer Kolonne, nur wenige Mann breit, marschieren könnte und dass im Notfall keine Hoffnung auf einen geordneten Rückzug wäre.
Württemberg ließ daher die beiden Offiziere die Passage linker Hand erkunden, die sich als gangbar erwies und für den weiteren Marsch gewählt wurde.
In solch Nähe zur Stadt Parma war zu befürchten, dass der Feind die Arriérgarde überfallen könnte, weshalb Prinz v. Württemberg ihre Führung übernahm.
FM Mercy aber ging selbst mit der Avantgarde um 3 Uhr Früh voraus. Da er mit der Tète der Armee persönlich rekognoszieren wollte, blockierte er mit den ihn begleitenden Einheiten die Wege dermaßen, dass die Arrièrgarde unter Württemberg erst gegen 12 Uhr Mittags den Marsch antreten konnte und auch dann noch an einem zügigen Vorankommen gehindert wurde.
FM Mercy ließ sofort 2 Linien-Regimenter aufmarschieren und beorderte durch Obrist Vassy den Prinzen v. Württemberg zu sich. Mercy erklärte dem Prinzen, dass er bereits das Terrain bis an den Fluß Baganza und Naviglio di Parma hat auskundschaften lasen und dort ein ziemlich tiefer Kanal sei. Der Prinz ritt darauf mit FM Mercy zu dem Kanal, ließ ihn anschließend von Grenadieren besetzten, bis die in enger Formation anrückende Infanterie den Ort erreichen konnte. Der Prinz zog dann den linken Flügel der Infanterie bis zum Naviglio, den rechten bis zum Baganza.
Um den Naviglio auch verteidigen zu können nahm der Prinz die Brigade Culmbach mit, der Rest der Infanterie sollte folgen.
Als die Truppen im vorgesehenen Abschnitt eintrafen, rekognoszierte Württemberg die vorgelagerten Gehöfte (Cassinen) und ritt zurück. Zu seiner Überraschung fand er jedoch die folgenden Infanterieeinheiten nicht in den vorgesehenen Stellungen! FM Mercy hatte inzwischen seine Meinung, ohne sich mit den Generälen abzustimmen - geändert und alle Infanterie und Kavallerie weit vom Naviglio aufstellen lasen. Nur 2 Grenadierkompanien, 100 Husaren, 3 Bataillone IR Starhemberg und 3 Batallione Jung-Daun standen am Fluß, der Rest gut 2 Meilen (ca. 15 Km) vom Kanal entfernt am Fluß Parma. Von den hinteren Treffen war weit und breit nichts zu sehen!
Eine Flanke am Baganza gegen den Parma Fluß, wo die Arriérgarde stand zu formieren und den linken Flügel des hinteren Treffen über den Baganza zu ziehen hätte eine geraume Zeit in Anspruch genommen.
Nachdem Württemberg FM Mercy traf, gab er ihm zu bedenken, dass die 6 Bataillone in großer Gefahr durch den Feind abgeschnitten zu werden stehen, da auch bereits die Nacht hereinbrach.
Da Mercy keinerlei weitere Dispositionen ausgegeben hatte, zog Württemberg die Culmbach`sche Brigade wieder über den Naviglio zurück und ließ die Übergänge nur von 100 Husaren, 2 Grenadierkompanien und einem Piquet von 400 Mann bewachen, um nicht den Verlust des ganzen Korps zu riskieren.
Während eines folgenden Gesprächs mit den Generälen erklärte FM Mercy, dass er am nächsten Tag angreifen will. Württemberg wandte ein, dass man zumindest vorher durch ein starkes Detachement erkunden sollte, wie der Feind steht, wie die dortige Situation beschaffen ist und ob ev. ein Umfassungsmanöver möglich wäre.
Mercy brach das Gespräch ab, da es schon sehr spät war und beorderte Württemberg für den nächsten Morgen zu sich, um dann seine Dispositionen auszugeben. Frühmorgens begab sich also Württemberg in Begleitung des OFWM Baron v. Wachtendonk wieder zu FM Mercy. Dieser schien vorerst die Vorschläge seiner Generäle zu akzeptieren, änderte dann aber plötzlich seine Meinung und sagte (wortwörtlich) dass er selbst mit der Tète der Armee rekognoszieren wolle. Auf Württembergs Einwände antwortete Mercy: "Je vous laisse faire et je ferai la chose à ma mode" (ich lasse Sie tun und werde selber nach Gutdünken handeln). Darauf befahl er den Marsch in 2 Kolonnen, 3 Karabinier-Eskadronen vor dem vorderen Treffen, 2 Grenadier-Kompanien (welchen Württemberg noch 3 andere beistellte) und das Kürassier-Reg. Mercy an der Spitze. Danach sollte die Culmbach`sche Brigade, sodann der Rest des 1. Treffen folgen.
Während die Generäle ihre Einheiten formierten, ließ FM Mercy die Infanterie anhalten und noch 2 Kürassier-Regimenter vorziehen. Mit diesen 2 Regimentern und 5 Kompanien Grenadiere befahl er den Marsch in 2 Kolonnen, wobei er Württemberg befahl, bei ihm zu bleiben.
Die Kolonnen passierten den Naviglio und die sich dahinter befindenden Defiléen. Nach ca. 2 Meilen waren zwei Kanoneschüsse zu hören und der Obrist-Wachtmeister der Althann`schen Karabiniére kam angeritten und meldete, dass vor ihnen die ganze feindliche Armee, postiert in Gehöften und Gräben, steht.
FM Mercy wollte zurückreiten um seine Befehle zu geben und befahl Prinz Württemberg inzwischen zu attackieren ("et vous attaquez les ennemis"). Württemberg opponierte: mit der zur Verfügung stehenden Kavallerie und den wenigen Grenadierkompanien, ohne weiter Unterstützung, wäre gegen die ganze feindliche Armee wenig auszurichten. Mercy gab keine Antwort und ritt davon.
Württemberg ließ darauf durch 2 Grenadierkompanien zu Fuß zwei Gehöfte links und rechts besetzen und das KR Mercy mit den Karbiniéreskadronen dahinter Stellung beziehen. Die Infanterie sollte so schnell wie möglich folgen (sie wurde jedoch von den o. erw. 2 Kürassier-Regimentern im Marsch behindert). Als endlich das IR Max Starhemberg ankam, erhielt Württemberg durch einen Adjutanten des FM den Befehl, sofort anzugreifen. Der Prinz wollte jedoch das Eintreffen der restlichen Infanterie abwarten. Als der Rest der Culmbach`schen Brigade, der die Brigade Walsegg im Abstand folgte, gerade anrückte, erschien FM Mercy und fragte: "Pourquoi balancez-vous et n`attaquez-vous pas?" (..warum zögern Sie und greifen sie nicht an?).
Württemberg bat Mercy etwas Geduld zu haben, bis die Infanterie in Linie stehen würde. Mercy überlegte kurz und sagte: " Il faut attaquer, ce n`est qu`un petit corps" (..es muss attackiert werden, es ist nur ein kleines Korps..) und befahl dem Harrach`schen Obristen L. Pallanz den Angriff mit 5 Grenadier-Kompanien. An Württemberg gewendet sagte Mercy: "Allons Monsieur, soustenez cela!" (.. vorwärts mein Herr, unterstützen Sie das!..)
Und so attackierten die Grenadiere, unterstützt von nur 8 Bataillonen, ohne Aussicht auf weitere Hilfe der Brigade Walsegg. Es grenzte an ein Wunder, dass bei dieser Attacke der Feind aus drei Gräben und drei Gehöften vertrieben wurde und die Grenadiere bis an das feindliche Lager vordrangen. Da sie jedoch ohne jegliche Unterstützung blieben, mussten sie sich letztendlich zurückziehen. Dabei kamen sie in heftiges Feuer aus den umliegenden Gräben und Gehöften, teils aus nur 40 - 50 Schritt Entfernung. Der Feind hatte dort mehrere tausend Mann postiert, die dauernd abgelöst wurden. Da die kaiserlichen noch keine Artillerie im Gefecht hatten, war den feindlichen Schützen auch nicht beizukommen.
Obwohl Mercy vom Prinzen und dem FML Franz Leopold v. Czungenberg (Inhaber des - späteren - Husarenregiments Nr.8) gebeten wurde, sich nicht in Gefahr zu begeben, stellte sich dieser an die Spitze der angreifenden Grenadiere (nach der Regimentsgeschichte des DR Nr.6 ritten die 1. Attacke die Karabiniér-Kompanien der KR Mercy und Hessen-Darmstadt sowie die Grenadier-Kompanie des DR Althann).
Gleich nach Beginn der Attacke wurde FM Mercy durch zwei Kopfschüsse getötet.
Auch der Obrist des Althann`schen Dragonerregiments, Graf Nikolaus (VII) Pálffy fand in den ersten Momenten der Schlacht den Tod, genauso wie viele andere hohe Offiziere der Kavallerie und Infanterie.

Sofort brach große Verwirrung unter den kaiserlichen aus. Mercy hatte keinerlei Dispositionen, wie der Kampf weiterzuführen sei, ausgegeben. Keiner der noch kampffähigen Generäle wusste wo er eingreifen soll und welche Einheit er unterstützen soll.
Die Aufstellung der kaiserlichen Armee war äußerst ungünstig. Ein großer Teil der Armee stand weit entfernt hinter dem Naviglio. Viele Offiziere waren inzwischen gefallen oder verwundet vom Platz getragen worden.
Prinz v. Württemberg übernahm den Befehl und versuchte zu retten was noch möglich war. Er gruppierte die vorhandenen Einheiten so gut es ging um und ließ erneut angreifen.
Die franz. Brigade Picardie wurde angegriffen. Deren GL du Guerchois, der Prinz  Rohan de Montauban sowie 5 Batallionskommandeure fielen. Dann aber brach der Angriff der kaiserlichen im fürchterlichen Feuer der Franzosen zusammen.
Württemberg warf weitere Truppen, so wie sie am Schlachtfeld ankamen, in den Kampf. Der dritte konzentrierte Angriff, bei dem das Regiment Champagne beinahe vernichtet wurde, begann gegen 3 Uhr Nachmittag.
Württemberg unternahm noch einen 4. Angriff. Nach zehnstündigem Gefecht waren die Truppen jedoch am Ende ihrer Kräfte und auch die Munition ging zur Neige.
Nach einer Beratung mit den überlebenden Generälen entschied sich Württemberg gegen 7 Uhr Abends die Schlacht abzubrechen, zog seine Kanonen zurück und begann die Armee über den Naviglio zurückzuziehen
Zuerst sollten jedoch die Verwundeten eingesammelt werden. Beide Armeen schlugen auf dem Schlachtfeld den Zapfenstreich. Damit sollte beiderseits die Behauptung des Kampffeldes bewiesen werden.
Der Abtransport der Verwundeten erwies sich als äußerst schwierig. Mercy hatte alle Bagage und Wagen nach Reggio zurückgeschickt. Viele Verwundete mussten deshalb auf dem Schlachtfeld zurückgelassen werden. Erst gegen 2 Uhr Nachts trat die kaiserliche Armee, die keinerlei Proviant und nur noch wenig Munition hatte, endgültig den geordneten Rückzug auf Monte Chiruga (Monte Chiarugolo ??) an, ohne vom Feind belästigt zu werden.
Die Franzosen und Piemontesen bemerkten mit Staunen den Rückzug. Ihre eigenen Truppen waren stark dezimiert (an manchen Punkten mussten sie 5x ausgewechselt werden) und erwarteten am nächsten Tag einen erneuten Angriff der Kaiserlichen.
Schon waren Kuriere nach Paris mit der Hiobsbotschaft vom Verlust der Schlacht unterwegs!
Seine Relation an den Kaiser zur Schlacht beendete Prinz v. Württemberg mit den Worten:
"...ich versichere Ihnen, dass wenn mir der Feldmarschall geglaubt und mir Zeit gelassen hätte die Armee zu formieren, wäre durch die bewiesene Tapferkeit ein vollkommener Sieg zu erwarten gewesen..."

Nach der Schlacht gab es keinen General und Stabsoffizier, der nicht verwundet oder dem zumindest sein Pferd erschossen worden wäre.
Unter den Toten nennt die Relation neben FM Mercy den Kommandant des Dragoner-Regiments Althann, Obrist Nikolaus Graf Pálffy, (sein Bruder Franz, Obrist-Feldwachtmeister, erlag im März nächsten Jahres zuhause seinen Wunden).
Verwundet wurden der FML Adalbert, Prinz Brandenburg-Culmbach und FML Marchese d`Este, FML August Jacob, Frhr. Suckow, GFWM Johann, Prinz v. Hildburghausen, GFWM Graf Latour, GFWM Franz Carl Frhr. v Wachtendonk, der Seckendorf`sche Obrist Graf Formentini, der Wilczek`sche Obrist Frhr. v. Lindenstein, Neiland´sche Obrist Frhr. Brune, Hildburghausener Obrist Graf Roggendorf und Ligneville, Obrist Graf de Gruine, zwei Hauptleute der Regimenter Ligneville und Wilczek, Grenadier-Hauptmann Franz Ludwig Graf Thürheim vom IR Franz Wallis.
Verwundet und vermisst (bzw. gefangen) Frhr. v Wachtendonk, Graf G. Starhemberg, Joseph,Graf Harrach und Heinrich, Graf Wilczek.

Kürassier und Karabinier Reg. K.Pálffy - Grenadier und Dragoner Reg. Althann - Infanterist Reg. F. L. Pálffy

Besonders hervorgehoben werden die Leistungen von Karl Paul Graf Pálffy, Inhaber des gleichnamigen Kürassier-Regiments (als KR Rothschütz 1775 aufgelöst), das mit dem KR Hamilton die ganze Zeit in schwere Kämpfe verwickelt war, sowie des jungen Obrist-Wachtmeister Franz Ludwig, Graf Thürheim, der - schon verwundet auf der Erde liegend, seinem Regiment noch Befehle gab.

Die Verluste der verbündeten Franzosen und Piemontesen gibt die Relation mit mindestens 600 höheren Offizieren an.

Nach französischen Quellen waren die größten Verluste bei den Regimentern Picardie (3 Bataillone) und Champagne (3 Bataillone) und Dauphin (3 Bataillone).
Reg. Picardie: Hauptleute, die den Tod fanden -de Guges, de Perthes, Bergeret, d`Igoine, und Trotot, verwundet und später an den Verwundungen verstorben - La Barthe, La Rochethulon, Oursel, Broussy und Nogaret. Verwundet und überlebt - die Lieutenants Du Breuil, du No, Schwind und Saulterau sowie 60 Sergenats und 800 Gemeine. Colonel Prinz Rohan de Montauban wurde an der Hand und Brust verletzt.
Reg. Champagne: getötet Hauptmann Crézonzac und Barriére; die Lieutenants La Méliniére, Fontaine, Bonnot, Lignereux, Marsillac, Lachaud, Tesson und La Lisse. Colonel Graf de La Trémouille, Lieutenant-Colonel de Suc, die Batallionskommandanten Montflambert und Montfort und weitere 40 Offiziere wurden verwundet. An Gemeinen hatten die 3 Bataillone an die 800 Mann verloren.

Reg. Dauphin: getötet die Hauptleute Bourlamachi, Vierzac, Lauziéres, de Bond, Poussin, Chiros und 7 Lieutenants. 22 Offiziere und 200 Gemeine verwundet.

Auch bei den anderen, an der Schlacht beteiligten Infanterieregimenter fielen einige der hohen Offiziere durch Tod oder Verwundung aus. Über Verluste der Piemontesen und der Kavallerie sagen die Relationen nichts aus. Andere Quellen erwähnen folgende Zahlen:

Verluste Franzosen + Piemontesen:

tot 1.200 Mann + 5 Generäle und 99 Offiziere
verwundet: 2.800 Mann, 4 Generäle, 448 Offiz.
vermisst + gefangen: ???
Gesamt:
4.000 Mann, 9 Gen. und 547 Offiz. (7,6%)

Verulste kaiserliche:
tot 2.100 Mann, 5 Gen und 57 Offiziere
verwundet: 3.900 Mann, 4 Gen. und 201 Offiz.
vermisst + gefangen: ???
Gesamt:
6.000 Mann, 9 Gen. und 258 Offiz. (16,2%)

Beim lesen der Relation von Prinz L. v. Württemberg stellt man fest, dass sie eigentlich mehr oder weniger eine Rechtfertigung des Prinzen für die abgebrochenen Schlacht ist. Über den Ablauf der Kampfhandlungen an diesem Tag sagt sie wenig aus.
Mehr Informationen gibt eine französische Relation, aufbewahrt im staatlichen Archiv in Turin. Sie ist handschriftlich neben einer Karte, die das Geschehen darstellt, eingetragen.
Die nach dem Original umgezeichnete Karte inkl. Übersetzung des Textes ist im Weiteren wiedergegeben (wie im Original, ist auf der Karte oben Süd-Süd-Ost!)


Um Details zu sehen, Karte anklicken!


Erklärung zur Schlacht bei Parma
(aus französischer Sicht)

Die Marschälle der französich-piemontesischen Armee gaben den Befehl zum Aufbruch aus dem Lager Vidagoumaux um 4 Uhr Früh. 52 Grenadier Kompanien und die gesamte Infanterie marschierten den Colorno Weg entlang und erreichten das Glacis vor Parma gegen 7 Uhr. Wie die Bataillone den Ort erreichten wurden sie auf den Cornochio Wiesen in den Treffen A - B C
aufgestellt.
Die Grenadiere marschierten eine Zeitlang auf dem großen Weg nach Piacenza und Cremona weiter. Dann wurden 7 Kompanien detachiert, von denen 5 an der Mambriani-Scheune J und zwei im Garten 2 postiert. Weitere zehn Kompanien marschierten über die Crocetta-Scheunen den Weg nach Cremona weiter und nahmen Stellung zwischen 3 und 4.
Die Brigade Picardie ging über die Brücke I den großen Weg in die Felder, mit dem rechten Flügel über die Crocetta-Häuser, unweit des Weges nach Cremona zum Graben 5, den linken Flügel gegen die Brücke. In 6. wurden fünf Geschütze postiert, die sich an der Spitze der Brigade befunden hatten.
Die franz. Kavallerie bewegte sich in einer Kolonne entlang des Cornochio-Wäldchens. So wie die Eskadronen ankamen, stellten sie sich zwischen dem erwähnten Weg bei 7 und dem Mühlbach 8 auf.
Währenddessen ließ Marschall Maillebois die Brücke 9 bauen, über die die Dragoner und schwere Kavallerie ritten und sich anschließend in E - E aufstellten. Später ließ man die Dragoner absitzen und bei F - F Stellung beziehen.
Die piemontesische Infanterie bildete das 4. Treffen D - D auf den Wiesen.
Gegen 10 Uhr Vormittag erschienen bei der Scheune 10 Grenadiere der kaiserlichen Vorhut und eröffneten das Feuer auf ein Kavallerie-Piquet und einen Grenadier Posten bei 11. und rückten dabei auf die Scheune 12 vor. Hinter dieser Scheune standen zehn Kompanien franz. Grenadiere, die sofort das Feuer auf die vorrückenden Kaiserlichen eröffneten. Diese blieben bis zum herannahen der gesamten Vorhut stehen. Die franz. Grenadiere zogen sich dann bis zu den Crocetta-Scheunen zurück und die Kaiserlichen stellten sich bei T - T auf.
Gegen 11 Uhr marschierten fünf Kompanien ungarischer Infanterie (Bemerkung: es musste das IR Franz Pálffy Nr. 51 sein, da dieses das einzige ungarische IR vor Ort war) an den Hecken und Graben 13 entlang, während die Kolonne Z sich von Vallera auf 14 bewegte, um den großen Weg nach Piacenza zu erreichen. Sie wurde aber von einem franz. Kavallerie Posten und den franz. Generälen bemerkt, genauso wie die Kolonne Q, die den Hecken und Graben 15 entlang marschierte.
Etwas später eröffneten die Kaiserlichen bei 13 das Feuer auf die Brigade Picardie und die franz. Grenadiere und rückten gleichzeitig den Graben entlang bis 16.vor. Durch diesen Angriff und das Feuer der Ungarn mussten sich die franz. Grenadiere, die um den Garten 2 postiert waren, bis zu den Crocetta-Häusern zurückziehen.
Während sich die Brigade Picardie und die Grenadieren gegen den Angriff der Kaiserlichen wehrten, standen die vorgerückten Regimenter der Kolonnen 14 und 15 unter dem Feuer der bei 6 stehenden Batterie. Die Kaiserlichen ließen darauf zwei Geschütze bei 17 auffahren, die den großen Weg bis zur Mühle 19 unter Beschuss nahmen. Die Regimenter der Kolonne 15, 18 stürmten auf die Crocetta-Häuser zu, wodurch die Batterie bei 6 zum Abfahren gezwungen wurde. Zwei Geschütze fielen dabei den Kaiserlichen in die Hände. Wegen des starken Feuers der bei den Crocetta-Häusern versteckten Franzosen gelang es den Kaiserlichen nicht, die Häuser zu nehmen. Die Kolonne 15 musste bis 20 zurückweichen. Die zwei Geschütze von 17 wurden nach 15 gebracht, gleichzeitig stellten die Franzosen ihre Geschütze in 19 auf.
Nachdem die kaiserlichen Generäle sahen, dass sie die Crocetta-Häuser nicht nehmen können, setzten sie die Kolonne R (3 Infanterie-Reg.) entlang des Weges 21 in Marsch, die kurz darauf bei 22 auf das Bataillon Orleans der Brigade Picardie stieß.
Die franz. Generäle ließen nun die Brigade Champagne über die Brücke I gehen. Sie stoppte den Vorstoß der Kaiserlichen bei 23, drängte sie zurück, wobei 4 - 5 Bataillone bis zu den Grenadieren und Ungarn bei 13 flüchteten. Mit Hilfe der Brigade Auvergne, die vom großen Weg über das Feld den Weg 24 - 25 entlang nach 26 vorstieß, wurde der Rest der Kaiserlichen
von 21 nach 27 zurückgedrängt, später drängte Auvergne die Kaiserlichen noch von 28 bis 29 und 27 zurück.
Die Brigade Champagne blieb auf dem großen Weg links der Brig. Picardie stehen. Während der Verfolgung der Kaiserlichen nahm ein Bataillon Picardie 85 Mann gefangen, die über den großen Weg geraten waren.
Anschließend wurde die Brigade Auvergne, die sehr gelitten hatte und von 26 auf 30 bis 25  weichen musste, durch die sardischen Garden abgelöst.
Nun rückte die Brigade du Roi über die Scheune 39 querfeldein am sogen. Via Cava-Bach entlang bis 31 vor, wo sie den Kürassieren Hessen-Darmstadt in die Flanke fiel und sie bis 32 und 33 zurückdrängte. Die Kaiserlichen ließen daraufhin fünf Schwadronen Württemberg-Dragoner absitzen und hinter den Kürassieren bei 34 so aufstellen, dass je eine Eskadrone Dragoner zu Fuß zwischen die Kürassier-Eskadronen kam. Die Dragoner eröffneten das Feuer auf die franz. Truppen hinter dem Via Cava-Bach.
Auch die Brigade Champagne hatte inzwischen auf dem großen Weg schwer gelitten und wurde deshalb durch die Brigade Dauphin abgelöst, diese wiederum gegen Abend durch die Brigade Anjou.
Die Brigade Monferrat löste du Roi, die entlang der Via Cava stand, ab. Dumain (Dauphin??) bestand nur noch aus einem Bataillon, das links der Brigade Picardie kämpfte.
Gegen 5 Uhr Nachmittag wurde die Brigade la Reine an dem Weg nach Cremona entlang aufgestellt, neben den Dragonern bei 36. Louvré (Souvré??) kam gegen 8 Uhr dazu und nahm zwischen 37 - 38 Stellung. Diese beiden, sowie die piemont. Brigade Savoia änderten ihren Standort nicht mehr.
Der Kampf dauerte nun bereits 9 Stunden, zwischen 12 und 7 Uhr Abends besonders heftig. Danach flaute das Feuer ab, bis es gegen 9 aufhörte.
Gegen Mitternacht bemerkten die Franzosen, dass die Kaiserlichen das Schlachtfeld verlassen hatten, nachdem sie noch eine Salve zur Deckung des Rückzuges abgefeuert hatten. Sie ließen alle Verwundeten auf dem Schlachtfeld zurück und zogen gegen Vallera über die Wege 45, 41 und den Verbindungsweg 42 ab.
Es blieben 6.000 Tote und Verletzte auf dem Schlachtfeld, die franz. und piemontesischen Verluste betrugen 4.000 Mann und 680 Offiziere.
(Bemerkung: die Angaben über Verluste differieren in den verschiedenen Quellen ziemlich stark - siehe oben. Die hier genannten Zahlen stammen aus der in Turin aufbewahrten Relation)

Lokalisierung des Schlachtfeldes und der Bewegungen der kaiserl. Armee.

Die Schlacht bei Parma 1734 ist in einer Reihe alter Dokumente relativ gut beschrieben; im Turiner Staatsarchiv befinden sich außerdem einige detaillierte Karten die den Schlachtablauf sowie die Stadt und Zitadelle darstellen.
Trotzdem ist es nicht einfach, den Schlachtort und die Marschbewegungen der Kaiserlichen zu lokalisieren.
Zwei Tatsachen stellen uns vor Probleme:
1. - Die alten Karten sind nicht wie heute üblich nach Norden orientiert (also N oben), sondern in sehr unterschiedlicher Weise.
2. - Die Ortsnamen sowie Namen von Flüssen sind in den österreichischen und französischen Berichten oft sehr verstümmelt wiedergegeben
 
Anhand der zur Verfügung stehenden Dokumente haben wir versucht, den Schlachtort und die Bewegungen der kaiserlichen Armee zu rekonstruieren.
 
Die kaiserliche Armee war am 25.6.1734 in die Nähe von Parma gezogen und lagerte bei St. Lazzaro, ca. 11 Km östlich der Stadt (1). FM Mercy wollte bei St. Leonardo (ca. 6 Km nördlich der Stadt) die Franzosen angreifen, was jedoch von den Generälen wegen der schlechten Wege verworfen wurde (1).
Obwohl nicht genau beschrieben (1), marschierte die Armee wahrscheinlich südlich um Parma und musste den Fluß Parma und Baganza (in (1) Braganza genannt) überschreiten.
Das Schlachtfeld, das die Vorhut gegen 10 Uhr Vormittag erreichte (2), lag Nord-Nord-West vor der Stadt.
Die Lokalisierung lässt sich aus 2 Karten des Turiner Staatsarchiv bestimmen. Auf der Karte der Schlacht "Parme 33 D II rosso" ist die "Bastion des Fleurs" und die "Bastion St. Croixe", von der der "große Weg" Richtung Piacenza/Cremona ausgeht links unten eingezeichnet. Auf der Karte der Stadt Parma "Parme 11 D I rosso" finden wir beide Bastionen an der nord-westlichen Ecke der Stadtbefestigung.
Das Schlachtfeld lässt sich somit an der westlichen Seite der Stadt, zwischen den heutigen Orten C. Nova und Nuovo Osp. lokalisieren.
Nach der abgebrochenen Schlacht zog sich die kaiserliche Armee Richtung Valere (Vallera?) in westlicher Richtung zurück (2), um bei Quingentole (in der Nähe von Revere, ca. 60 Km Luftlinie NO von Parma, am Po liegend) ein Lager zu beziehen (3).

Quellenhinweise:
(1)    - Relation des Prinzen v. Württemberg vom 1.7.1734
(2)    - franz. Legende zur Karte "Parme 33 D II rosso"
(3)    - Pizzighelli, "Geschichte des k. k. Ulanenregiments Nr.6", Wien, 1908 (S.77)



Die Ordre de Bataille

Die Kaiserlichen:

 
Oberbefehl: FM Florimund Claudius Graf Mercy
                   nach seinem Tod : FZM Prinz Ludwig v. Württemberg
1.                          Treffen:
Rechter Flügel:
FML Lanthieri, GFWM Hennin                Dragoner-Reg. Karl Alexander v. Württemberg  (7 Eskadr.)
                                                                    Kürassier-Reg. Karl. P. Graf Pálffy                      (7 Eskadr.)
 
Zentrum:
FML Joh. Graf Diesbach, Walsegg und Brandenburg-Culmbach
GFWM Wachtendonk, Franz Pálffy, Latour
                                               IR Graf G. Starhemberg (Nr.13)           (3 Bat. + 2 Gren.Komp.)
                                               IR Harrach (Nr.47)                                  (3 Bat. + 2 Gren.Komp.)
                                               IR Livingstein (Nr.16)                             (2 Bat. + 2 Gren.Komp.)
                                               IR Wachtendonk (Nr.25)                        (2 Bat. + 2 Gren.Komp.)
                                               IR Sachsen-Hildburghausen (Nr.8)       (3 Bat. + 2 Gren.Komp.)
                                               IR Bayreuth (Nr.41)                                 (2 Bat. + 2 Gren.Komp.)
                                               IR O´Gilvy (1748 aufgelöst)                     (1 Bat. + 1 Gren.Komp.)
                                               IR Ligneville (Nr. 3)                                   (2 Bat. + 2 Gren.Komp.)
                                               IR Jung-Daun (Nr.45)                              (3 Bat. + 2 Gren.Komp.)
                                               IR Max Starhemberg (Nr.24)                  (3 Bat. + 2 Gren.Komp.)
 
Linker Flügel:
FML Kokorzowa
GFWM Chr.L.Waldeck und Kavanagh
                                               Kürassier-Reg. Hessen-Darmstadt         (7 Eskad.)
                                               Dragoner-Reg. G. Althann                        (7 Eskad.)
 
2.                         Treffen
Rechter Flügel:
GFWM Prinz Anhalt und Wolf
                                               Dragoner-Reg. Jörger z. Tollet                (7 Eskad.)
                                               Kürassier-Reg. A. Hamilton                     (7 Eskad..)
 
 
Zentrum:
FML d´Este, Suckow undDaniel, Fhr. v. Fürstenbusch
GFWM de Vins, Prinz Hildburghausen, Franz Ludwig, Graf Colmenero
                                               IR Wilczek (Nr.11)                        (1 Bat. + 1 Gren.Komp.)
                                               IR Seckendorf (Nr.18)                  (3 Bat. + 2 Gren.Komp.)
                                               IR O´Neillan (Nr.57)                   (2 Bat. + 2 Gren.Komp.)
                                               IR Franz Pálffy (Nr.51)                  (2 Bat. + 2 Gren.Komp.)
                                               IR Deutschmeister (Nr. 4)            (3 Bat. + 2 Gren.Komp.)
                                               IR F. Wenzel Wallis (Nr. 59)         (1 Bat. + 1 Gren.Komp.)
                                               IR Fürstenbusch (Nr. 35)               (3 Bat. + 2 Gren.Komp.)
                                               IR Franz Wallis (Nr.36)                 (1 Bat. + 1 Gren.Komp.)
                                               IR Königsegg (Nr.54)                   (3 Bat. + 2 Gren.Komp.)
 
Linker Flügel:
FML Franz W. Graf Hohenembs
GFWM Balayra und Sachsen-Gotha
                                               Kürassier-Reg. Hohenzollern (1801 aufgel.) (7 Eskad.)
                                               Dragoner-Reg. J.W. Liechtenstein          (7 Eskad.)
 
Reserve:
FML F. L. Baron v.Czungenberg
GFWM Berlichingen
                                               Dragoner-Reg. Sachsen-Gotha              (7 Eskad.)
                                               Kürassier-Reg. H.F. Württemberg          (7 Eskad.)
                                               Kürassier-Reg. Mercy                              (7 Eskad.)
                                               Husaren-Reg. F.L. Czungenberg            (5 Eskad.)
 
Bemerkung:
der Schreiber der Schlachtrelation des Prinzen v. Württemberg verstümmelt die Namen der Offiziere bzw. Regimenter oft, auch die angegebenen Ortsnamen. Wo der Autor dieses Beitrages Zweifel hatte, sind hinter den Namen Fragezeichen in Klammern. Die bei den IR in Klammern angegebenen Nummern sind gem. Regimentsverzeichnis nach "Die Feldzüge Eugen v. Savoyen" Bd. XX, Wien 1892.
 
Die Franzosen und Piemontesen:

Oberbefehl: Marschall Francois de Franquetot, Duc de Coigny

 
Französische Infanterie:
                        3 Bat. IR Picardie - Colonel Charles de Rohan, Prinz de Montauban
                        3 Bat. IR Champagne - Colonel Charles René Armand Duc de la Trémouille
                        3 Bat. IR Dauphin - Colonel Louis de Clermont Tonnerre Marquis de Chastes
                        3 Bat. IR la Reine - Colonel Daniel Francois de Gelas de Voisins de Lautrec d`Ambres
                        2 Bat. IR Auvergne- Colonel Georges Erasme Marquis de Contades
                        2 Bat. IR du Roi - Colonel Hubert de Courtavel Marquis de Courtavel
                        2 Bat. IR Anjou - Colonel Louis de Conflans Marquis d`Armentiéres
                        2 Bat. IR Maine - Colonel Emmery Emmanuel de Thimbrune Marquis de Valence
                        2 Bat. IR Souvré - Colonel Francois Louis Le Tellier de Louvois Marquis de Souvré
                        2 Bat. IR Orléans - Colonel N. Le Clerc Marquis de Juigné
                        2 Bat. IR Condé - Colonel Emmanuel Dieudonné Marquis de Hautefort
                        2 Bat. IR Bourbon - Colonel Aimery de Cassagnet de Tilladet Marquis de Fimarcon
                        1 Bat. IR Rochechouart - Colonel Francois Charles Comte de Rochechouart Faudoas
                        1 Bat. IR Sarre - Colonel Yves Marie Desmartes Comte de Maillebois
                        1 Bat. IR Royal Roussilon - Colonel Louis Antoine de Gontaut Duc de Biron
                        1 Bat. IR Saint Simon - Colonel Henry de Rouvroy Marquis de Saint Simon
                        1 Bat. IR Medoc - Colonel Charles Emmanuel de Crussol Duc d`Uzés
                        1 Bat. IR Tessé - Colonel René Marie de Froulay Marquis de Tessé
                        1 Bat. IR Montconseil - Colonel Etienne Louis Antoine guinot Marquis de Montconseil
                        1 Bat. IR. Foix - Colonel Pierre De Thomé
                        1 Bat. IR Quercy - Colonel Charles Michel Gaspard Comte de Saulx Tavannes
                        1 Bat. IR Chertres - Colonel Philippe Charles d`Etampes Marquis de la Ferté Imbaut
                        1 Bat. IR Flandre - Colonel Francois Armand de Laurencin Marquis de Mison,
                        1 Bat. IR Béarn - Colonel Louis Charles de la Chàtre Comte de Nancay
                        1 Bat. IR Forez - Colonel Jean Baptiste Francoise Marquis de Montmorin Saint Hérem
                        1 Bat. IR Nivernais - Colonel Jean Theofile de Bézade Marquis d`Avaray
                        1 Bat. IR Luxembourg - Colonel Jean Baptiste de Budes Marquise de Goebriant
                        1 Bat. IR Bassigny - Colonel Jean Baptiste Francois de Riotor Marquis de Villemur
 
Piemontesische Infanterie:
                        2 Bat. Garde - Colonel Philippe Tana Marquis d`Entraque
                        2 Bat. IR Monferrat - Colonel Jules Cesar Comte de Sambuy
                        2 Bat. IR Savoie - Colonel Comm. Joseph Clermont
                        2 Bat. IR Saluces - Colonel Thodor Faletto de Barolo
                        2 Bat. Fusiliers - Colonel Alessio Della Chiesa Cinzano
                        2 Bat. IR des Portes - Colonel Lodovic Des Portes
                        2 Bat. IR Rietman - Colonel Jean Rietman
                        2 Bat. IR Shoulembourg - Colonel Christopher Daniel Birkoltz Baron de Shoulembourg
                        1 Bat. IR Tarentaise - Colonel Jacimpte Francoise Chevron Baron de Villette
                        1 Bat. IR Turin - Colonel Comte Francois Biscaretti
                        1 Bat. IR Asti - Colonel Maurice Valperga de Rivara
                        1 Bat. IR Casal - Colonel Ignace Palllio de Rinco
 
Französische Kavallerie:
                        10 Eskadronen Karabiniérs:
1.       Brigade Nicolas Coquart De la Motte
2.       Brigade Jean Francois de Queysse dDe Valcourt
3.       Brigade N. De Parabére
4.       Brigade N. De la Mark
5.       Brigade Gaspard Nicolas Chamron Marquis de Vichy
   3 Esk. Mestre de Camp General - Colonel Gaspard Marquis de Clermont Tonnerre
   3 Esk. Kürassiere du Roi - Colonel Cesar Antoine de La Luzerne Comte de Beuzeville
   3 Esk. Royal Piemont - Colonel N. Duc de La Feuillade
   3 Esk. le Dauphin - Colonel Bégine Le Ragois Marquis de Bretonvilliers
   3 Esk. Berry - Colonel Victor Pierre Francois Riquet Marquis de Caraman
   3 Esk. Orléans - Colonel Louis Robert Malet de Valsemé Comte de Graville
   2 Esk. Ferronays - Colonel Pierre Jaques Louis Auguste Le Ferron Marquis La Ferronays
   2 Esk. Thury - Colonel Melchior Esprit de la Baume Comte de Montrevel
   2 Esk. Cossé - Colonel Hugues René Timoléon de Brissac Comte de Cossé
   2 Esk. Beuvron - Colonel Anne Pierre d`Harcourt Comte de Beuvron
   2 Esk. Vassé - Colonel Vidame de Vassé
   2 Esk. Brissac - Colonel Jean Paul Timoléon de Cossé Duc de Brissac
   2 Esk. Royal Piemont - Fabrice Ignace Filippi
 
            Französische Dragoner:
                        3 Esk. La Reine - Colonel N. d`Herbigny Marquis d`Orival
                        3 Esk. Chepy - Colonel Jaques Etienne de Grouches de Gribeauval Comte de Chepy
                        3 Esk. Toulouse - Colonel Louis du Frétoy Marquis d`Estourmel
                        3 Esk. Vibraye - Colonel Paul Maxmilien Haurault Marquis de Vibraye
                        3 Esk. Armenonville - Colonel N. Fleuriau Marquis d`Armenonville
                        3 Esk. Nicolai - Colonel Antoine Chrétien Chevalier de Nicolai
 
            Piemontesische Dragoner:
                        2 Esk. Dragons du Piemont - Colonel Jean Domenique Tapparello de Lagnasco


Harald Skala und Jean Poulain

Quellen:

-    Kriegsarchiv Wien AFA-Italien 1734, Kt 431 - Relation des Prinzen L. v. Württemberg
-    Pizzighelli, Geschichte des Ulanenregiments Nr. 6, Wien, 1908
-    Die Reiterregimenter der K .k. österr. Armee, von ehem. Offizieren, Wien, 1862
-    Feldzüge des Prinzen Eugen, Band XX, Supplement 8, Verlag des Generalstabes, Wien 1891


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