Husaren-Regiment
(1773) Wurmser, Dagobert Sigmund Graf, GM.

Errichtung und nachgefolgte Veränderungen.
| 1742 |
laut, Capitulation vom 17. Januar durch den
Fürsten Esterházy auf eigene Kosten auf dem Sammelplatze Oedenburg
aufgestellt (10 Compagnien)¹). |
| 1748 |
Theile des aufgelösten Regiments Trips
incorporiert. |
| 1769 |
erhielt das Regiment in der ganzen Cavallerie
die Rangs-Nummer 24. |
| 1775 |
wurde das Regiment aufgelöst, die Oberst-Division
zu Nádasdy (Nr. 9), die Oberstlieutenants-Division zu Nauendorf,
nunmehr Wurmser (Nr.8), die Majors-Division zu Emerich Esterházy
(Nr. 3) eingetheilt ²). |
1) In Folge eines Appells der Königin Maria Theresia
hatte Fürst Esterházy schon Ende December1741 500 Mann bereit
gestellt. Zur Beschleunigung der Completierung wurde dem Inhaber gestattet.
die von seinen Herrschaften laut des Insurrections-Artikels beizustellenden
Portalisten (circa 400 Mann) beim Regimente einzutheilen; dieselben waren
aber nach Ablauf der Insurrection durch geworbene Mannschaft zu ersetzen.
"Der österreichische Erbfolgekrieg", 1. Band, S. 403.
2) Nach den ursprünglichen Dispositionen sollte die
Majors-Division zu Kálnoky (Nr. 2) kommen, doch wurde dies später
in obiger Weise abgeändert (Siehe auch Regiment. Török.)
Friedensgarnisonen:
1749 Oedenburg. 1750 Keszthely. 1752 Coito (Lombardie), 1754-1756 Lodi,
1768 Prerau,1766 Teschen, 1769 Bölmen, 1773 Galizien, 1775 Nagy-Sáros.
Regimentsinhaber:
3) Uebernahm noch 1775 das heutige Husaren-Regiment Nr.
8.
Regiments Kommandanten:
| 1742 |
Handley, Abraham, Obristlieutenant-Obrist |
| 1752 |
Barkóczy de Szala, Michael Freiherr,
Obrist. |
| 1760 |
Csedö, Anton, Oberst. |
| 1771 |
Ternyey de Kis-Terenye, Johann Nicolaus. Oberstlieutenant. |
| 1773 |
Bethlen, Adam Graf, Oberst. |
Feldzüge:
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Anton Esterházy. |
| 1742 |
auf den Kriegs-Schauplatz
in Böhmen gerückt, focht das Regiment bei ?aslau und stand dann
bei der Belagerung von Prag. |
| 1743 |
war dasselbe in Bayern, machte die Vorrückung
an den Rhein mit (Gefecht bei Esslingen), |
| 1744 |
die Operationen an demselben mit dem Gefechte
bei Nordheim, sowie den späteren Rückzug nach Böhmen, wo
ein Theil unter Obristlieutenant Handley bei Moldauthein kämpfte. |
| 1745 |
machte das Regiment die Schlachten bei Hohenfriedberg
und Soor mit und kam |
| 1746 |
nach den Niederlanden, wo es die Schlachten
bei Rocour und |
| 1747 |
bei Lawfeld mitmachte. |
| 1757 |
aus Italien auf den Kriegs-Schauplatz in Böhmen
gerückt, nahm das Regiment an dem Ueberfalle auf Hirschfeld, den Schlachten
bei Prag und Leuthen theil. |
| 1758 |
diente es anfänglich in Mähren und
Schlesien und focht später in der Haupt-Armee bei Hochkirch. |
| 1759 |
ein Detachement, unter Oberstlieutenant Pallasty
sich in dem Gefechte bei Laun gut gehalten, das Regiment bei Maxen gefochten. |
| 1760 |
nahm das Regiment im Corps Lacy an der Expedition
gegen Berlin theil und focht später bei Torgau. |
| 1761 |
war es in der Haupt-Armee, theils in Sachsen,
theils in der Lausitz, |
| 1762 |
bei jener in Schlesien, beide Male ohne in Action
zu treten. |
Adjustierung
1757 Kalpak, dunkelblauer Pelz, Dolman und Hosen ¹);
1765 meergrüner Pelz, Dolman und Hosen, gelbe Knöpfe ²);
1767 grüner Csako, dunkelblauer Pelz, Dolman und Hosen, gelbe
Knöpfe ³).
1) und 2) Diese beiden Adjustierungs-Aenderungen nicht
durchgeführt; vor 1757 dürfte das Regiment lichtblaue Montur
getragen haben, da es pro 1767 unter jenen Regimentern genannt ist, welche
die Hauptfarbe der Montur wechseln.
3) Schnüre, Säbeltaschen und Echabraquen ponceauroth
angetragen.
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Stabsoffizier (mit Kalpak) 1779
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Gemeiner (mit Filzmütze) 1779
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Quellen:
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Obstlt. Alphons Frhr. v. Wrede, Geschichte der K.u.K. Wehrmacht
von 1618 bis Ende des XIX Jh. Wien, 1898-1905
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